RE: Eric Schmidt.

Eric Schmidt hat dieses Google Buch geschrieben. Im Interview mit Heise sagt er: “Ein erfolgreiches Leben ist nicht komplett ausbalanciert”. Vielleicht ein bisschen ausbalanciert, aber nicht ganz in der Balance, sonst wird das nichts mit dem Erfolg.

“Der Erfolg”. Ihr kennt den! Nein? Erfolg ist eine Erwartung auf ein bestimmtes Ergebnis, wenn es passiert, dann ist es “erfolgt”. Es kommt also hauptsächlich darauf an, was man erreichen möchte und nicht auf das, was andere möchten, dass du es erreichst. Auch nicht, wenn er Google Chef ist und in einem Buch schreibt, wie toll harte Arbeit ist.

Ich bin Digital Native und mag den Begriff nicht.

Als digital natives (dt.: digitale Ureinwohner) werden Personen bezeichnet, die mit digitalen Technologien wie Computern, dem Internet, Mobiltelefonen und MP3-Player aufgewachsen sind. Als Antonym existiert der Begriff des digital immigrant (dt.: digitaler Einwanderer“ oder digitaler Immigrant) für jemanden, der diese Dinge erst im Erwachsenenalter kennengelernt hat.

>> Digital Native.

Was heißt das? Wir unterscheiden hier Menschen, die mit digitaler Technologie aufgewachsen sind und Menschen, die diese Technologie erst im Erwachsenenalter kennengelernt hat. Also haben im Endeffekt beide Gruppen diese Technologie kennen gelernt. Richtig? Warum ist der ursprüngliche Zeitpunkt dann noch von Relevanz, wenn in der Gegenwart beide die gleiche Technologie kennen? Ich kapiere das wirklich nicht.

Es kommt mir immer so vor, als würden der “Digital Immigrant” eben nicht so richtig kennen und das ist eine andere Definition. Dann geht es nämlich nicht um kennen, sondern um bevorzugen, beherrscht, verinnerlichen oder benutzen. Dabei ist aber auch der ursprüngliche Zeitpunkt egal, weil nur der gegenwärtige Stand zählt und kein Mensch lernt automatisch wie man digitale Technologie beherrscht, nur weil er zu einem bestimmten Zeitpunkt geboren wurde.

Der Begriff ist ungenau, schwammig oder sogar Quatsch.

Der “Generation Y” Blödsinn.

Die Firma, in der ich arbeite, beschäftigt sich mit Enterprise 2.0:

Enterprise 2.0 bezeichnet im engeren Sinn den Einsatz von sozialer Software zur Projektkoordination, zum Wissensmanagement und zur Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen.

Im weiteren Sinn umfasst der Begriff nicht nur die Werkzeuge selbst, sondern auch die Tendenz der Unternehmenskultur weg von der hierarchischen, zentralen Steuerung und hin zur autonomen Selbststeuerung von Teams, die von Managern eher moderiert als geführt werden (siehe hierzu auch Smart Collaboration).

>> Enterprise 2.0.

Neulich ging eine neue Studie zum Thema “Generation Y” herum, die mit den “Vorurteilen” aufräumen will. Hier auf Spiegel zu lesen. Leider kam ich nicht umher, da mal wieder die Differenz, zwischen dem was die da messen wollen und dem Wort “Generation” zu ziehen:

In dieser Studie sind in der “Generation Y” die Jahrgänge 1982-1997 = 15 Jahre laut eigener Aussage. Die Geburtenrate in einem Jahr liegt ungefähr bei 830.000 Menschen (im Jahre 1991 in Deutschland, also nicht 100% korrekt). Das Ganze x 15 Jahre. Davon wurden in dieser Studie NUR 1.000 Menschen aus Deutschland befragt (insgesamt 4.000 mit anderen Ländern) und davon nur ausgesuchte Akademiker (Studenten, Absolventen, Young Professionals (WTF?)) aus 7 verschiedenen Fachrichtungen. Nur um mal eine Vorstellung zu bekommen, weshalb ich das Wort “Generation” hier übertrieben finde.

Im Vergleich: Auf unser Altstadtfest kommen mehr als 200.000 Besuchern an drei Tagen.

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