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Web, Kultur & Reallife

4 November 2018

Lebensarchive

Es gibt immer noch diese 1 Terabyte externe Festplatte auf der Kram von meinen verschiedenen alten Rechnern gespeichert wurde.

Alte SQL Dumps von meinem Blog. Meine erste Webseite mit Frames und Fotos aus meiner damaligen Klasse. Zitate aus einer unfassbar chaotischen Klasse nur mit Typen.

Dazwischen ein eigenes CS Fragmovie (sehr schlechte Bild-Qualität), Screenshots von Desktops Windows Vista mit komischen Sidebars, wo man Programme verknüpfen konnte, Warcraft 3 Nachtelfen Wallpaper und geöffneten IRC.

Backups über Alles

Backups aus dem ganzen digitalen Kram von früher, kostet ja nichts mehr. Speicherplatz ist günstig und alle paar Jahre schaue ich mir die Sachen aus meiner Kindheit und Jugend wieder an. Fotos, die in der Cloud versauern, habe ich endlich ausgedruckt. Kostet auch nur noch sehr wenig.

Hauptsächlich schaue ich mir die Sachen aus Nostalgie-Gründen an, aber es hilft, wenn ich mir meinen bisherigen Weg nochmal anschauen (die schönen Sachen davon) und fühle mich irgendwie zwischen verwundert “Hey, ich hab echt schon viel Quatsch gemacht” und “Ich muss auch (in dem Bereich) alles ausprobieren” und das ist heute noch so.

Zum Beispiel Sketche mit Kuscheltieren, die ich wohl mit 13 Jahren und einer Fotokamera aufnahm. Ich glaube, die waren schon auch damals nicht lustig, weil es nicht darum geht, ob es gut ist, sondern das ich es mal gemacht habe.

Roter Faden

Diese Experimente ziehen sich, wie ein roter Faden, durch mein Leben. Ich experimente gerne. Bringe mir gerne neue Dinge bei und schaue was sie daraus machen lässt.

Und was mir davon Spaß macht.

Wie das Buch, das ich geschrieben habe. Damals tanzen im Club, Techno (früher Music 2000 auf der Playstation, heute eher am Mac), die Hackergeschichte oder Minigames. Machen und (so gut es geht) archivieren, festhalten, speichern. Aber ich halte mich nicht daran fest, ich muss weiter. Das reizt mich daran.

Neue Dinge ausprobieren.